Kultursalon am 08.02.26

Zusammen mit dem ‚Uni-Seminar Kultursalon‘ um Prof. Dr. Rita Casale, Dr. Christine Hummel und Prof. Dr. Elisabeth Stein der Bergischen Universität ließ der Zweite Vorsitzende PD Dr. Arne Karsten am Sonntagvormittag bei einer musikalisch untermalten Matinee im Pina Bausch Zentrum das gesellige Rom des 18. Jahrhunderts lebendig werden. Vor einem bunt gemischten Publikum aus interessierten Wuppertalern, Universitätsangehörigen, Studenten und Freunden der Goethe-Gesellschaft sprach der Wuppertaler Historiker angeregt über die römische Salonkultur am Vorabend der Französischen Revolution, über die Goethe zwar fast nichts schrieb, dafür aber seine Zeitgenossen umso Aufschlussreicheres zu berichten wussten. Den schwungvollen Vortrag rahmten die Wuppertaler Professoren Hans Frambach (Bariton), Wolfgang Lukas (Laute) und Andreas Meier (Renaissanceflöte) mit fünf französischen und englischen Stücken des 16. und 17. Jahrhunderts, die mit ihren heute raren Klängen nicht nur sichtlich das Publikum begeisterten, sondern zugleich den Beweis brachten, dass der Typus des ‚Renaissance Man‘ noch nicht völlig ausgestorben ist. Die sichtlich gut gelaunte Organisatorin Professorin Elisabeth Stein fand zum Abschluss dieses kurzweiligen Vormittags dann auch die passenden Worte: Endlich habe man selbst einmal die Erfahrung machen können, sich im unvergleichlichen Zentrum eines (vor)modernen Salons zu bewegen. Auch wenn dieser viel zu kurze Einblick lediglich am illustren Lebensgefühl des spätbarocken Rom gekratzt haben dürfte, war die Wirkung unverkennbar: Für einen Augenblick war der Vorplatz des Salons ‚Pina Bausch‘ bevölkert von beschwingten Menschen, die sich lebensfroh in einem strahlenden Wuppertal Frühnachmittag verloren.

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